In Zeiten von Industrie 4.0 ist es nur konsequent auch im „normalen“ Geschäftsverkehr auf digitale Vereinfachung zu setzen. Papierlose „elektronische“ Verträge tragen nicht unwesentlich zur Verschlankung und Beschleunigung von Geschäftsprozessen bei. Ermöglicht wird das durch die elektronische Signatur, geregelt durch das deutsche Signaturgesetz (SigG) vom 16. Mai 2001 und korrespondierende EU-Richtlinien. Die elektronische Signatur erfüllt somit technisch gesehen den gleichen Zweck wie eine eigenhändige Unterschrift auf Papierdokumenten. Sie ist eine Umsetzung des elektronischen Identitätsnachweises (eID). Eine neuere, zeitgemäße Form ist die Realisierung als mobile Signatur mit dem Mobiltelefon (Smartphone) oder Tablet.

Elektronische Signaturen sind, vereinfacht formuliert, von Personen elektronisch erstellte Willenserklärungen. Unter Willenserklärungen werden Verträge, Anträge oder Bestätigungen wie z.B. Lieferscheine, Quittungen, Dokumentationen, Protokolle, Bescheide und Beglaubigungen verstanden.

Das Signaturgesetz unterscheidet drei verschiedene Sicherheitsstufen.

  • Die einfache elektronische Signatur

  • Die fortgeschrittene elektronische Signatur

  • Die qualifizierte elektronische Signatur

Die Stufen 2 und 3 bieten dabei erhöhte und hohe Sicherheit durch öffentliche und private Schlüsselkombination verbunden mit geeigneter identifikations Hardware (Chipkarte / Chipkarten Lesegerät) und notwendiger Registrierung bei einem akkreditierten Trust Center. Sie werden dadurch extrem sicher aber auch sperrig und schwierig in der Handhabung.

Die einfache elektronische Signatur

Für Verträge (Kaufverträge), deren Willenserklärung kurz darauf durch Zahlung und Ablauf der Widerrufsfrist sowiso verfestigt wird ist die einfache elektronische Signatur erste Wahl, da sich der technische Aufwand zur Signatur in Grenzen hält. Die gesetzlich geforderte Nachvollziehbarkeit der Willenserklärung (Signierung) wird im Beisein eines Dritten (autorisierter Vertreter)  durch Unterschrift auf einem geeigneten Gerät (Smartphone oder Tablet) geleistet und mit Zeitstempel sowie eindeutigem Hashwert dem zu unterschreibenden Dokument, verschlüsselt, zugeordnet. Idealerweise erscheint die geleistete Unterschrift dann im Unterschriftsbereich des Vertrages. Das Dokument kann danach nicht mehr geändert werden. Eventuelle Manipulationen wären durch einen nicht mehr übereinstimmenden Hashwert zu erkennen.

DocSign – Die App für die einfache elektronische Signatur

Für das Unterschreiben elektronischer Dokumente (HTML, XML und daraus resultierende PDF) haben wir begleitend zu einem Kundenprojekt (Service-Portal für das Institut GenerationenBeratung in Bad König) die Signatur App DocSign auf HTML5 Basis entwickelt. Diese App ist plattformübergreifend auf Android-, iOS- und Windows Geräten lauffähig und kann durch Programmierung in PHP/ JQuery/HTML5 im Browser direkt von der Webanwendung angefordert werden. Die App muss also nicht auf dem Gerät installiert sein.

DocSign – Mit drei Klicks zur Unterschrift

Klick 1 in der Webanwendung führt zum QR-Code

Ein von der Webanwendung generierter, verschlüsselter QR-Code wird zur Initialisierung von DocSign mit dem Smartphone gescannt.

 

Daraufhin ruft das Smarphone die Signatur App vom Webserver ab und lädt die zur Signierung benötigten Daten, ebenfalls verschlüsselt, von der Webanwendung.

 

In der App können die Daten zum Dokument nun gegengeprüft und weiterverarbeitet werden.

Die übersichtliche grafische Oberfläche ist intuitiv bedienbar

Der Startbildschirm gibt sich minimalistisch übersichtlich. Die Signatur App wird dadurch intuitiv bedienbar. Die von der DocSign App vom IGB-Service abgerufenen Daten sind mit 128 Bit verschlüsselt und enthalten unter anderem den Namen und die Dokumentennummer zwecks optischer Gegenprüfung auf dem Startbildschirm.

 

Der prominente grüne Button führt dann mit Klick 2 direkt zum Unterschriftspad.

 

Klick 2 in der DocSign App öffnet das Unterschriftspad

Auch hier wieder minimalistisch einfach nur 2 Buttons. Löschen und Speichern. Mit einem handelsüblichen, kapazitivem Stift soll der Vertragspartner das Dokument im Padbereich unterschreiben. Da dies natürlich ungewohnt ist, kann mit Löschen neu begonnen werden bis die Unterschrift sauber passt. Auch mit einem dickeren Pen führt der zugrunde liegende, grafische, Algorithmus zu sauberen, natürlichen Kuren und Linien.

Klick 3 im Unterschriftspad speichert die Unterschrift zum Dokument

Mit dem Speichern wird die Unterschrift, wiederum mit 128 Bit verschlüsselt, zum SSL Webserver übertragen und dem Dokument zugordnet. Das Dokument wird finalisiert und für die weitere Bearbeitung gesperrt. Der Hashwert wird erstellt zum finalen PDF gepeichert.

DocSign – Die HTML5 App zur einfachen elektronischen Signatur

Für den Kunden, das Institut GenerationenBeratung in Bad König, bringt die HTML5 App DocSign zur elektronischen Unterschriftsleistung einen enormen Geschwindigkeitschub im Prozess der Auftragserteilung zur Erstellung von Vorsorgevollmachten. Die kooperierenden Vermittler müssen im Kundendialog das Auftragsdokument nicht mehr expliziet ausdrucken, unterschreiben lassen, einscannen und hochladen. 3 Klicks genügen!

 

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